Schwarzkümmelöl

Das sogenannte „Gold der Pharaonen“ ist ein bewährtes Allheilmittel

Schwarzkümmelöl wird aus dem echten Schwarzkümmel (Nigella sativa) gewonnen. Dieser wird auch der “Ägyptische Schwarzkümmel genannt”. Sein Einsatz als wirkungsvolles Allheilmittel ist seit Tausenden von Jahren überliefert. Im alten Ägypten wurde das aus Schwarzkümmel gewonnene Öl als „Das Gold der Pharaonen“ bezeichnet, die Heilwirkungen wurden auf Papyrusrollen dokumentiert. In der griechischen und römischen Heilskunst galt Schwarzkümmel als probates Allheilmittel. Ebenso im persischen Raum und in der indischen Ayuvedamedizin, wo das Schwarzkümmelöl auch heute noch eine wichtige Rolle einnimmt. Im Islam wird der Einsatz von Schwarzkümmel für so gut wie jedes Leiden und jede Krankheit empfohlen. Bereits in der Bibel wurde die wunderbare Wirkung von Schwarzkümmel erwähnt, und später in der Klostermedizin des Mittelalters kam das Schwarzkümmelöl oft zum Einsatz für äußerliche und innere Anwendung.

Anwendung von Schwarzkümmelöl in der Küche

Schwarzkümmel als Gewürz und als Öl hat einen einzigartigen, sehr aromatischen, etwas scharfen Geschmack und wird darum durchaus gern in der Küche zum Würzen eingesetzt. In Indien und im Orient dient Schwarzkümmel auch gern als Pfefferersatz, er wird bei verschiedenen Gerichten eingesetzt. Vielen Menschen kennen den Schwarzkümmel bereits vom türkischen Fladenbrot her, dieses wird vor dem Backen mit den Schwarzkümmelkörnern bestreut.

Schwarzkümmel
Foto: Pixabay

Durch sein besonderes Aroma ist das Schwarzkümmelöl mit keinem anderen Speiseöl vergleichbar. Als erstes schmeckt man die ätherischen Öle, leicht nach Thymian und Oregano, mit Nuancen von Anis und Muskat, etwas pfeffrig, leicht süßlich und nussig, und insgesamt sehr aromatisch.

Schwarzkümmelöl eignet sich hervorragend als Würzöl für fertig gekochte Gerichte wie Eintöpfe, zu Hülsenfrüchten wie Linsen, Bohnen, Kichererbsen; oder zu orientalischen und asiatischen Gerichten. Auch zu verschiedenen herzhaften Salaten. Und es lässt sich gut mit anderen Ölen mischen und verleiht diesen einen feinen, intensiveren Geschmack.

Die vielschichtigen Geschmacksnoten dieses Öls laden dazu ein, mit ihm in der Küche zu experimentieren.

Bitte unbedingt beachten: Auf gar keinen Fall darf das kaltgepresste Schwarzkümmelöl zum Braten oder Kochen verwendet werden, denn dann werden die wertvollen Inhaltsstoffe zerstört.

Aber so interessant der Schwarzkümmel in der Küche auch sein mag … in der Summe sind es insbesondere die vielfältigen heilenden Wirkungen, die das Schwarzkümmelöl in der ganzen Welt bekannt gemacht haben.

Die therapeutische Anwendung von Schwarzkümmelöl

Seine wirkliche Berühmtheit erlangte das (kaltgepresste!) Schwarzkümmelöl durch die vielseitigen Anwendungsmöglichkeiten in der Heilkunst. Insbesondere bei vorderasiatischen und nordafrikanischen Kulturen ist der Einsatz von Schwarzkümmelöl als Heilmittel seit Tausenden von Jahren überliefert.
Im Orient gilt Schwarzkümmelöl noch heute als probates Heilmittel gegen nahezu jegliches Leiden; je nach Symptom wird es äußerlich zum Einreiben oder innerlich durch Einnehmen angewandt. In der Ayurvedischen Heilkunst Indiens sind viele verschiedene Anwendungen und Wirkungsweisen bestens dokumentiert.

Schwarzkümmelöl
Foto: Pixabay

Auch in unserer westlichen Medizin findet Schwarzkümmel immer mehr Beachtung und wird zunehmend in der Naturheilkunde und von Heilpraktikern eingesetzt, etwa bei der Behandlung von Asthma, Allergien, Autoimmunkrankheiten, rheumatoider Arthritis, bei Diabetes, Bluthochdruck, diversen Frauenleiden und anderen Beschwerden.

Bei der Behandlung sollte man sich vor Augen halten, dass Schwarzkümmelöl als Nahrungsergänzungsmittel ein wirklich unkompliziertes Naturheilmittel ist. Man kann es in der (kalten!) Küche verwenden. Oder es pur einnehmen, oder in Saft gerührt, in Joghurt – man kann eigentlich nichts falsch machen und es nicht überdosieren, man darf ruhig mal mehr und mal weniger einnehmen. Nur stark erhitzen sollte man es nicht, denn dann werden die wertvollen Inhaltsstoffe zerstört (also nicht zum Braten oder Kochen nehmen – über fertig gekochte warme Speisen kann es aber gegeben werden).

Seit den 60er Jahren sind bereits hunderte wissenschaftlicher Studien veröffentlicht, die sich in irgendeiner Form mit der vielfältigen Wirkung des Schwarzkümmelöls befasst haben. Durch umfassende Studien medizinisch sehr gut belegt in der westlichen Heilkunde ist bereits seine Wirksamkeit bei Atemwegserkrankungen wie Nebenhöhlenentzündung, Bronchialerkrankungen, Asthma, Heuschnupfen. Schwarzkümmelöl reduziert die Bildung von Histamin (wird für Autoimmunreaktionen verantwortlich gemacht) und lässt sich dadurch gut als vorbeugenden Kur bei periodisch auftretenden Allergien wie Pollenallergie, Heuschnupfen anwenden.

Auch als immunstärkendes Mittel kann Schwarzkümmelöl punkten. Es unterstützt unter anderem die Synthese von Prostaglandinen, (hormonartige Substanzen, die die Immunabwehr unterstützen) und regt die Zellerneuerung an.

Die animierende Wirkungsweise auf die Zellerneuerung wirkt sich des Weiteren sehr positiv auf das Erscheinungsbild der Haut aus, darum wird Schwarzkümmelöl auch gern äußerlich bei Reizungen und Erneuerungsstörungen der Haut eingesetzt, wie etwa bei der Schuppenflechte oder bei Ekzemen. Entzündungen gehen zurück, der Juckreiz legt sich, das Erscheinungsbild der Haut wird praller und glatter.

Antientzündliche und analgetische Wirkung (insbesondere durch das Thymoquinon) bei vielerlei Krankheiten und Beschwerden.

Antibakterielle Wirkung, insbesondere bei bakteriellen Infektionen des Magen-Darm-Bereichs wie Salmonella, Helicobacter pylori. und Escherichia coli. Auch im Bereich der Atemwege, wie etwa gegen Tuberkulose-Erreger.

Antivirale Wirkung z.B. gegen das Hepatitis-C-Virus.

Antiparasitäre Wirkung bei Wurmbefall wie z.B. dem Bandwurm, vergleichbar mit der Wirkung eines pharmazeutischen Wurmmittels!

 

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Die Schwarzkümmelöl-Kur

Eine kurmäßige Anwendung von Schwarzkümmelöl wird zur Vorbeugung gegen Pollenallergie / Heuschnupfen empfohlen. Sie sollte am Anfang des Jahres durchgeführt werden, bevor der Körper mit den Pollen in Kontakt kommt und während des Kontakts weitergeführt werden (Beginn ca. Februar/März, abhängig davon gegen welche Pollen man allergisch ist).

Bei anderen Beschwerden wie Entzündungen des Nasen-Rachen-Raums, Nebenhöhlenentzündung, Asthma-Beschwerden, Bronchitis sollte die Anwendung von mit ca. 2-3 Teelöffel Öl täglich so lange durchgeführt werden, bis die Symptome nachlassen.

Man startet bei der Kur zur Gewöhnung mit 1 Teelöffel am Tag und steigert nach ein paar Tagen auf 2 und dann auf 3. Danach nimmt man 4-6 Wochen lang täglich ca. 10 ml Schwarzkümmelöl ein, am besten pur und am besten über den Tag verteilt – 10 ml sind ungefähr 2-3 Teelöffel oder 1 Esslöffel (bitte beachten, dass die Löffel von der Größe her nicht genormt sind, sie fallen größer oder kleiner aus. Aber auch wenn man etwas mehr Schwarzkümmelöl einnimmt schadet das nicht).
Wem der Geschmack von Schwarzkümmelöl nicht zusagt, oder wer das Öl einfach nicht pur einnehmen möchte, kann es auch gut in Gemüsesaft, Fruchtsaft, Milch, Joghurt bzw. Trinkjoghurt (mit Wasser verdünnt) rühren und trinken.

Man braucht für diese Kur pro Person also 300 bis 450 ml Schwarzkümmelöl.

Schwarzkümmelöl für Tiere

Für Hunde und Pferde ist Schwarzkümmelöl durchaus gut geeignet; es hat vielerlei positive Wirkungen auf die Gesundheit, etwa bei Gelenkproblemen, bei Schmerzen, Geschwüren, Magen-Darm-Problemen, oder auch gegen Parasiten (Würmer), gegen Zeckenbefall.

Für Katzen jedoch ist Schwarzkümmelöl giftig und lebensgefährlich, da Katzen die im Schwarzkümmelöl enthaltenen Terpene in der Leber nicht abbauen können.

Mehr zur Anwendung von Heilölen bei Tieren finden Sie >>> hier

Zusammensetzung, Inhaltsstoffe, Besonderheiten von Schwarzkümmelöl

In erster Linie enthält Schwarzkümmelöl …

  • mehrfach ungesättigte Fettsäuren im Anteil von bis zu 60%
  • Linolsäure ca. 55%
  • Ölsäure ca. 24%
  • Palmetinsäure 15%
  • Lebenswichtige Aminosäuren: Asparagin, Glutamin, Glyzin, Lysin, Threonin und Tyrosin
  • Ätherische Öle: wie Nigelon (schleimlösend), Thymochinon (antiseptisch, keimtötend)
  • Vitamine: Vitamin C, Vitamine B2 und B6, Vitamin E (vor allem Tocotrienole, wirken als Hautschutz), Beta-Karotin, Biotin, Folsäure
  • Viele Mikronährstoffe und Spurenelemente, Magnesium, Calcium, Kalium, Zink, Niacin, Zink, Chrom, Selen, Kupfer

 

Medizinische Eigenschaften des Schwarzkümmelöls, die durch internationale wissenschaftliche Studien bereits belegt wurden:

  • schmerzlindernd
  • entzündungshemmend
  • antibakteriell
  • antiviral
  • antifungal
  • antiparasitär
  • gegen Geschwüre
  • blutdrucksenkend
  • antioxidativ
  • schützend vor strahlungsinduziertem oxidativem Stress
  • entkrampfend, auch bei Menstruationsschmerzen
  • im Klimakterium, bei Wechseljahresbeschwerden
  • bronchospasmolytisch (den Tonus der Bronchialmuskulatur senkend)
  • lindernd, beruhigend bei Asthma, Bronchitis
  • bei Magen- und Darmbeschwerden, Krämpfen und Blähungen
  • antidiabetisch
  • gut für den Blutzuckerspielgel, bei Diabetes – Insulin sensibilisierend
  • Interferon induzierend
  • die Leber schützend
  • die Nieren schützend
  • den Tumor Nekrose-Faktor Alpha hemmend (hilfreich und unterstützend bei vielen Krebstherapien)